Was für ein Abenteuer!

An einem Wochenende im Mai erlebten 15 trauernde Kinder und Jugendliche mit dem Team der Trostinsel eine spannende Zeit auf dem Jugendzeltplatz in Almke. Wie im vergangenen Jahr freuten sich die Teilnehmer auf ein tolles erlebnisreiches Programm sowie auf eine Übernachtung im Baumhaus und im Zelt. Doch es sollte anders kommen als geplant…

Freitagnachmittag begrüßten wir die Familien bei Sonnenschein, gestalteten Namensschilder und bauten zum Trotz der Unwetterwarnung unsere Zelte auf. Die Kinder richteten sich ihren Schlafplatz ein, erkundeten die Umgebung und bastelten Waldgeister aus Holzscheiben, die am Abend im Dunkeln geheimnisvoll leuchten sollten. Gestärkt durch lecker gegrillte Würstchen und nach ausgiebigem Toben mit Hündin Lotti starteten wir in den Abend.

Wir machten uns auf den Weg zum nahen Waldrand. Das Waldsofa vom letzten Jahr wollten wir herrichten und dort die Abenddämmerung erleben. Doch dazu kam es nicht: plötzlich tobte das Unwetter los. Dicke Hagelkörner, heftigster Regen, Blitz und Donner verwandelte unsere Gruppe in einen aufgeregten Hummelhaufen. Zurück auf dem Zeltplatz flüchteten wir in das feststehende Gebäude. Der Zeltplatz hat sich innerhalb kürzester Zeit in eine Seenlandschaft verwandelt und mittendrin standen unsere Zelte samt Inhalt.

Die Kinder versuchten mit „Taschenlampen Tornados“ die Wolken wegzupusten, Bewegungsspiele und Gesang sollten die kalten Füße und nassen Klamotten wieder trocknen lassen. Doch die Besorgnis der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen blieb. Wo sollten wir die Nacht verbringen? Alles war pitschenass!

Gemeinschaftlich beschlossen wir, zuhause im gemütlich warmen Bett zu schlafen und uns am nächsten Morgen zum gemeinsamen Vormittag zu treffen.

Am Samstag früh küsste uns die Sonne. Nach einem ausgiebigen Frühstück unter blauem Himmel tauschten wir uns über das erlebte Unwetter aus. Wie mutig und heldenhaft unsere Kinder doch waren! Und los ging es zum nächsten Höhepunkt: Das Kletterteam Jule und Micha stellten sich vor: schwer beladen mit Helmen und Klettergurten erklärten sie den Kindern und Erwachsenen die Regeln und Gesetzte der Kletterer. Nach einem lustigen Aufwärmprogramm erkundeten wir den Klettergarten.

Vom Tiefseilgarten bis hoch in die Baumwipfel durften die Kinder sich ausprobieren. Auch die Ängstlichsten stiegen tapfer in die Höhe; fest gehalten von vielen kleinen und großen Händen und sicheren Seilen.

 

Was für ein Abenteuer! Bis zum nächsten Mal, Tschüss!

Wir möchten allen Eltern und Helfern herzlich danken, für Eure Flexibilität und für die Sicherheit, die Ihr uns an diesem Wochenende geschenkt habt.

Herzliche Grüße, das Team der Trostinsel.

Dagmar Huhnholz